Zu sommerlichen Höhen
Erhebt der Sonne leuchtend Wesen sich;
Es nimmt mein menschlich Fühlen
In seine Raumesweiten mit.
Erahnend regt im Innern sich
Empfindung, dumpf mir kündend,
Erkennen wirst du einst:
Dich fühlte jetzt ein Gotteswesen.
Vers les cimes de l'été
Monte l'être lumineux du soleil;
Il emporte avec lui mes humains sentiments
Dans ses grands espaces.
Le pressentiment vient dans mon moi intérieur
Qui m'annonce sourdement,
Tu apprendras un jour:
A te sentir maintenant comme un être divin.
mercredi 10 juin 2009
mercredi 20 mai 2009
Siebente Woche
Mein Selbst, es drohet zu entfliehen,
Vom Weltenlichte mächtig angezogen.
Nun trete du mein Ahnen
In deine Rechte kräftig ein,
Ersetze mir des Denkens Macht,
Das in der Sinne Schein
Sich selbst verlieren will.
Le Moi, il menace de s'enfuir,
Attiré puissamment par la lumière du monde.
Maintenant, ma prescience
Reprend puissamment tes droits,
Remplace la force de ma pensée
Qui dans l'éclat des sens
Veut se perdre elle-même.
(Traduction P.M.)
Vom Weltenlichte mächtig angezogen.
Nun trete du mein Ahnen
In deine Rechte kräftig ein,
Ersetze mir des Denkens Macht,
Das in der Sinne Schein
Sich selbst verlieren will.
Le Moi, il menace de s'enfuir,
Attiré puissamment par la lumière du monde.
Maintenant, ma prescience
Reprend puissamment tes droits,
Remplace la force de ma pensée
Qui dans l'éclat des sens
Veut se perdre elle-même.
(Traduction P.M.)
mercredi 13 mai 2009
Woche 5 nach Ostern
Im Lichte, das aus Geistestiefen
Im Raume fruchtbar webend
Der Götter Schaffen offenbart:
In ihm erscheint der Seele Wesen
Geweitet zu dem Weltensein
Und auferstanden
Aus enger Selbstheit Innenmacht.
Dans la lumière, qui des profondeurs de l'esprit
Tissant généreusement dans les espaces
Révèle la création des Dieux:
En elle apparaît l'être de l'âme
Elargi à l'être du monde
Et ressuscité
De l'étroitesse du pouvoir intérieur de l'ego.
(traduction P.M.)
Im Raume fruchtbar webend
Der Götter Schaffen offenbart:
In ihm erscheint der Seele Wesen
Geweitet zu dem Weltensein
Und auferstanden
Aus enger Selbstheit Innenmacht.
Dans la lumière, qui des profondeurs de l'esprit
Tissant généreusement dans les espaces
Révèle la création des Dieux:
En elle apparaît l'être de l'âme
Elargi à l'être du monde
Et ressuscité
De l'étroitesse du pouvoir intérieur de l'ego.
(traduction P.M.)
mercredi 6 mai 2009
Woche 4 nach Ostern
Ich fühle Wesen meines Wesens:
So spricht Empfindung,
Die in der sonnerhellten Welt
Mit Lichtesfluten sich vereint,
Sie will dem Denken
Zur Klarheit Wärme schenken.
Und Mensch und Welt
In Einheit fest verbinden.
Je ressens l'être de mon être:
Ainsi parle la sensation,
Qui dans le monde illuminé par de soleil
S'unit aux flux de lumière.
Elle veut faire don de la pensée
A la chaleur de la clarté,
Et lier en unité
L'homme et le monde.
(Traduction P.M.)
So spricht Empfindung,
Die in der sonnerhellten Welt
Mit Lichtesfluten sich vereint,
Sie will dem Denken
Zur Klarheit Wärme schenken.
Und Mensch und Welt
In Einheit fest verbinden.
Je ressens l'être de mon être:
Ainsi parle la sensation,
Qui dans le monde illuminé par de soleil
S'unit aux flux de lumière.
Elle veut faire don de la pensée
A la chaleur de la clarté,
Et lier en unité
L'homme et le monde.
(Traduction P.M.)
mercredi 29 avril 2009
Woche 3 nach Ostern
Es spricht zum Weltenall,
Sich selbst vergessend
Und seines Urstands eingedenk,
Des Menschen wachsend Ich:
In dir, befreiend mich
Aus meiner Eigenheiten Fessel,
Ergründe ich mein echtes Wesen.
Il parle à l'Univers
S'oubliant lui-même
Et se rappelant de son état originel
Le moi grandissant de l'Homme:
En toi, me libérant
Des liens de mes particularités
J'approfondis mon être véritable
(Traduction de Pierre Moine)
Sich selbst vergessend
Und seines Urstands eingedenk,
Des Menschen wachsend Ich:
In dir, befreiend mich
Aus meiner Eigenheiten Fessel,
Ergründe ich mein echtes Wesen.
Il parle à l'Univers
S'oubliant lui-même
Et se rappelant de son état originel
Le moi grandissant de l'Homme:
En toi, me libérant
Des liens de mes particularités
J'approfondis mon être véritable
(Traduction de Pierre Moine)
lundi 13 avril 2009
Erste Woche (Première semaine du Calendrier de l'âme de Rudolf Steiner
Wenn aus den Weltenweiten
Die Sonne spricht zum Menschensinn,
Und Freude aus den Seelentiefen
Dem Licht sicht eint im Schauen,
Dann ziehen aus der Selbstheit Hülle
Gedanken in die Raumesfernen
Und binden dumpf
Des Menschen Wesen an des Geistes Sein.
Quand des lointains de l'univers
Le soleil parle à l'intelligence de l'homme
Et que la joie depuis les profondeurs de l'âme
S'unit à la vision de la lumière dans le regard
Alors sont tirées de l'enveloppe de l'ego
Les pensées vers les espaces lointains
Et elles lient sourdement
La nature de l'homme à l'être de l'esprit
(Traduction de Pierre Moine)
Die Sonne spricht zum Menschensinn,
Und Freude aus den Seelentiefen
Dem Licht sicht eint im Schauen,
Dann ziehen aus der Selbstheit Hülle
Gedanken in die Raumesfernen
Und binden dumpf
Des Menschen Wesen an des Geistes Sein.
Quand des lointains de l'univers
Le soleil parle à l'intelligence de l'homme
Et que la joie depuis les profondeurs de l'âme
S'unit à la vision de la lumière dans le regard
Alors sont tirées de l'enveloppe de l'ego
Les pensées vers les espaces lointains
Et elles lient sourdement
La nature de l'homme à l'être de l'esprit
(Traduction de Pierre Moine)
vendredi 10 avril 2009
Anthroposophische Leitsätze als Anregungen vom Goetheanum ausgegeben
1. Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte. Sie tritt im Menschen als Herzens- und Gefühlsbedürfnis auf. Sie muß ihre Rechtfertigung dadurch finden, daß sie diesem Bedürfnisse Befriedigung gewähren kann. Anerkennen kann Anthroposophie nur derjenige, der in ihr findet, was er aus seinem Gemüte heraus suchen muß. Anthroposophen können daher nur Menschen sein, die gewisse Fragen über das Wesen des Menschen und die Welt so als Lebensnotwendigkeit empfinden, wie man Hunger und Durst empfindet.
2. Anthroposophie vermittelt Erkenntnisse, die auf geistige Art gewonnen werden. Sie tut dies aber nur deswegen, weil das tägliche Leben und die auf Sinneswahrnehmung und Verstandestätigkeit gegründete Wissenschaft an eine Grenze des Lebensweges führen, an der das seelische Menschendasein ersterben müßte, wenn es diese Grenze nicht überschreiten könnte. Dieses tägliche Leben und diese Wissenschaft führen nicht so zur Grenze, daß an dieser stehengeblieben werden muß, sondern es eröffnet sich an dieser Grenze der Sinnesanschauung durch die menschliche Seele selbst der Ausblick in die geistige Welt.
3. Es gibt Menschen, die glauben, mit den Grenzen der Sinnesanschauung seien auch die Grenzen aller Einsicht gegeben. Würden diese aufmerksam darauf sein, wie sie sich dieser Grenzen bewußt werden, so würden sie auch in diesem Bewußtsein die Fähigkeiten entdecken, die Grenzen zu überschreiten. Der Fisch schwimmt an die Grenze des Wassers; er muß zurück, weil ihm die physischen Organe fehlen, um außer dem Wasser zu leben. Der Mensch kommt an die Grenze der Sinnesanschauung; er kann erkennen, daß ihm auf dem Wege dahin die Seelenkräfte geworden sind, um seelisch in dem Elemente zu leben, das nicht von der Sinnesanschauung umspannt wird.
1. Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte. Sie tritt im Menschen als Herzens- und Gefühlsbedürfnis auf. Sie muß ihre Rechtfertigung dadurch finden, daß sie diesem Bedürfnisse Befriedigung gewähren kann. Anerkennen kann Anthroposophie nur derjenige, der in ihr findet, was er aus seinem Gemüte heraus suchen muß. Anthroposophen können daher nur Menschen sein, die gewisse Fragen über das Wesen des Menschen und die Welt so als Lebensnotwendigkeit empfinden, wie man Hunger und Durst empfindet.
2. Anthroposophie vermittelt Erkenntnisse, die auf geistige Art gewonnen werden. Sie tut dies aber nur deswegen, weil das tägliche Leben und die auf Sinneswahrnehmung und Verstandestätigkeit gegründete Wissenschaft an eine Grenze des Lebensweges führen, an der das seelische Menschendasein ersterben müßte, wenn es diese Grenze nicht überschreiten könnte. Dieses tägliche Leben und diese Wissenschaft führen nicht so zur Grenze, daß an dieser stehengeblieben werden muß, sondern es eröffnet sich an dieser Grenze der Sinnesanschauung durch die menschliche Seele selbst der Ausblick in die geistige Welt.
3. Es gibt Menschen, die glauben, mit den Grenzen der Sinnesanschauung seien auch die Grenzen aller Einsicht gegeben. Würden diese aufmerksam darauf sein, wie sie sich dieser Grenzen bewußt werden, so würden sie auch in diesem Bewußtsein die Fähigkeiten entdecken, die Grenzen zu überschreiten. Der Fisch schwimmt an die Grenze des Wassers; er muß zurück, weil ihm die physischen Organe fehlen, um außer dem Wasser zu leben. Der Mensch kommt an die Grenze der Sinnesanschauung; er kann erkennen, daß ihm auf dem Wege dahin die Seelenkräfte geworden sind, um seelisch in dem Elemente zu leben, das nicht von der Sinnesanschauung umspannt wird.
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